
Im Jahr 2025 arbeiteten hochgerechnet rund 43 Prozent der Beschäftigten in Westdeutschland und etwa 34 Prozent der Beschäftigten in Ostdeutschland in einem Betrieb, der einem Branchentarifvertrag unterlag. Haustarifverträge galten für 6 Prozent der westdeutschen und 11 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten (nicht in der Grafik abgebildet).
Der Anteil der Betriebe, die an Branchentarifverträge gebunden sind, fällt hingegen deutlich niedriger aus als der Anteil der davon erfassten Beschäftigten: Im Westen sind es lediglich rund 24 Prozent, im Osten rund 16 Prozent. Haus- oder Firmentarifverträge gelten wiederum nur für 2 Prozent der Betriebe in West- und in Ostdeutschland. Alle anderen – also etwa 75 Prozent der westdeutschen und 82 Prozent der ostdeutschen Betriebe – sind nicht tarifgebunden. Dabei handelt es sich vor allem um kleinere Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigen, die in Deutschland 65 Prozent aller Betriebe ausmachen. Allerdings arbeiten in diesen Betrieben aufgrund der geringen Größe insgesamt lediglich 14 Prozent der Beschäftigten.
Die hier dargestellten Daten stammen aus dem IAB-Betriebspanel. Dafür werden seit 1996 jährlich 15.500 Betriebe in West- und Ostdeutschland befragt - über alle Wirtschaftszweige und Größenklassen hinweg. Erhoben werden unter anderem Informationen zur Tarifbindung und zur betrieblichen Interessenvertretung. Seit 1999 wird auch erfasst, ob sich ein Betrieb freiwillig an einem Branchentarifvertrag orientiert.
Weitere aktuelle Ergebnisse zu diesem Thema finden Sie auf der IAB-Website unter „Daten zur Tarifbindung und betrieblichen Interessenvertretung“.
